DIE LEGENDE

An einsamen, kalten Winterabenden saßen die Einwohner der Orte rund um den Heldenberg immer wieder vor ihren Kaminfeuern. Im Schein des Feuers berichteten die Altvorderen ihren Kindern und Enkelkindern über die alte Legende, die die äußerst mysteriösen Geschichten rund um den Glaubendorfer Wald beschrieb:

In alter Mär überliefert ist uns die Legende der Chluben:

inst berichtet wurde in alten Mären von den Chluben, den armen Bewohnern eines mittelalterlichen Dorfes im Jahre 1298 anno domini nostri Iesu Christi.


In einer Verfügung über eine Gegend, die sonst ziemlich im Dunklen liegt, erließ Dietrich der Puchperger von Wazzerburch den Verkauf des Leibrechts der Hausfrauen aus Chlubendorf an das Chloster Zwetl. Zehn und drei Schillinge sollte er dafür bekommen. Ortolf, das Oberhaupt des Dorfes schickte – als er von dieser Schmach erfuhr – nach dem bekannten Barden Wichardus zu Wolfprunnen.

Sein Auftrag war es, einen magischen Minnegesang zu dichten, der den Puchperger verfluchen und die Frauen vom Leibrecht befreien sollte. Der Minnegesang wurde aber nie fertig gestellt und so flohen die Frauen in den Wald – wo ihre Seelen heute noch Schutz und Zuflucht suchen. Die vollendeten Aventurien des Barden manifestierten sich aber über die Jahrhunderte im Wald zu Chlubendorf und lassen die Chluben nicht zur Ruhe kommen.

So macht auch Ihr Euch auf den Weg in den Wald und helfet den Frauen, den Gesang zu vollenden und ihnen den Frieden zu schenken.

Manch einem Chluben Du musst schenken Dein Vertrauen und Du wirst belohnt dafür! Doch seid auf der Hut: Du wirst Geschenke bekommen, die Dich in Bedrängnis bringen. So manches scheint anders, als es ist und nicht jedem im Wald solltest Du Dein Vertrauen schenken.

Wagt euch auf den Weg des Grauens! Am 4. u 5. November 2011 in Glaubendorf

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